Workshop für professionelles Arbeiten mit generativer KI und agentischen Systemen.



Der halb- oder ganztägige Intensiv-Workshop verbindet technologische Einordnung, praktische Übungen und die Arbeit an konkreten KI-Workflows. Die Teilnehmenden arbeiten mit aktuellen generativen KI-Systemen und entwickeln schrittweise eigene Ansätze für Prompting, Context Engineering, agentische Workflows und Human-AI Delegation.
Das Format wird vor Ort durchgeführt und eignet sich für Gruppen von bis zu ca. 30 Teilnehmenden.
Aufgaben, Beispiele und Anwendungsfälle können auf Rollen, Prozesse und Anforderungen der jeweiligen Organisation zugeschnitten werden.
Der Workshop vermittelt und trainiert:
Zu Beginn schaffen wir ein gemeinsames Verständnis dafür, wie sich generative KI von klassischen Softwareanwendungen unterscheidet und warum sich der professionelle Umgang mit diesen Systemen derzeit verändert.
Die Teilnehmenden erhalten ein verständliches Modell zu Large Language Models, generativer KI und agentischen Systemen. Dabei betrachten wir zentrale Eigenschaften wie probabilistische Ausgaben, Kontextfenster, Halluzinationen, Tool Use und die zunehmende Fähigkeit von Systemen, mehrstufige Aufgaben zu bearbeiten.
Der Einstieg schafft damit die Grundlage für die anschließende Frage, wie Menschen Aufgaben, Informationen und Verantwortung sinnvoll zwischen sich und KI-Systemen verteilen können.
Die Teilnehmenden arbeiten in Kleingruppen an vier aufeinander aufbauenden Stationen. Aus einer einzelnen Aufgabe entsteht schrittweise ein strukturierter Human-AI Workflow.
Die Teilnehmenden untersuchen, wie Ziel, Aufgabe, Format und Anforderungen so formuliert werden können, dass ein Sprachmodell zuverlässig damit arbeiten kann. Dabei wird sichtbar, welche Probleme sich tatsächlich über bessere Instruktionen lösen lassen und wo ein Prompt allein nicht mehr ausreicht.
Die gleiche Aufgabe wird anschließend um relevanten Kontext erweitert: Dokumente, Beispiele, Regeln, Referenzinformationen und vorherige Arbeitsergebnisse. Die Teilnehmenden erleben unmittelbar, wie stark sich Ergebnisse verändern, wenn ein Modell nicht nur eine Instruktion, sondern einen gezielt strukturierten Informationsraum erhält.
Aus der einzelnen Interaktion wird ein mehrstufiger Workflow. Die Teilnehmenden beschäftigen sich damit, wie Aufgaben zerlegt, Werkzeuge eingesetzt und Zwischenergebnisse weitergegeben werden können. Dabei werden auch Kontrollpunkte, Zustände und Abbruchbedingungen betrachtet, die agentische Systeme nachvollziehbarer und belastbarer machen.
Zum Abschluss steht nicht mehr das Modell, sondern die Zusammenarbeit im Mittelpunkt.
Die Teilnehmenden entscheiden, welche Schritte eine KI selbstständig übernehmen kann, wann ein Human Handoff erforderlich ist und welche Entscheidungen bewusst beim Menschen verbleiben.
Anhand eines konkreten Workflows werden Delegation, Eskalation, Verification und Verantwortung gemeinsam gestaltet.
Zum Abschluss übertragen die Teilnehmenden die Erfahrungen auf eigene Arbeitsprozesse und betrachten, an welchen Stellen generative oder agentische KI sinnvoll eingesetzt werden kann.
Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen wie:
Welche Aufgaben lassen sich delegieren?
Welche Informationen benötigt das System dafür?
Welche Ergebnisse müssen verifiziert werden?
Wann muss ein Prozess an einen Menschen übergeben werden? Und wer trägt am Ende die Verantwortung für eine Entscheidung?
Aus diesen Fragen entsteht ein einfaches Modell für Human-AI Delegation, das Zuständigkeiten, Kontrollpunkte und Handoffs sichtbar macht und auf unterschiedliche Anwendungsfälle innerhalb der Organisation übertragen werden kann.

Eine einzelne Aufgabe beginnt mit einem Prompt. Anschließend erhält das System zusätzliche Informationen, greift auf Werkzeuge zu, verarbeitet Zwischenergebnisse und übernimmt weitere Arbeitsschritte.
In der AI Workflow Experience erleben die Teilnehmenden, wie aus einer einfachen Interaktion mit einem Sprachmodell schrittweise ein agentischer Workflow entsteht.
Dabei verändert sich auch die Rolle des Menschen. Statt jede einzelne Aktion selbst auszuführen, definiert er Ziel, Kontext, Grenzen und Kontrollpunkte. An bestimmten Stellen arbeitet das System selbstständig weiter; an anderen erfolgt ein gezielter Handoff zurück an den Menschen.
Die Experience macht damit unmittelbar erfahrbar, welche neuen Möglichkeiten agentische Systeme eröffnen und warum professioneller KI-Einsatz zunehmend eine Frage guter Delegation und Prozessgestaltung wird.

Der nächste Entwicklungsschritt findet nicht im Prompt, sondern im Arbeitsprozess statt: Die erste Phase generativer KI war stark durch einzelne Interaktionen geprägt: Ein Mensch formuliert einen Prompt, ein Sprachmodell erzeugt eine Antwort und der Prozess endet zunächst dort. Diese Form der Nutzung bleibt relevant, beschreibt aber zunehmend nur einen Ausschnitt dessen, was moderne KI-Systeme leisten können.
Mit Context Engineering wird die Frage wichtiger, welche Informationen ein System für eine Aufgabe erhält. Dokumente, Beispiele, Regeln, vorhandenes Wissen und vorherige Arbeitsschritte beeinflussen, welche Entscheidungen ein Modell treffen und welche Ergebnisse es erzeugen kann. Gleichzeitig entwickeln sich Sprachmodelle zu agentischen Systemen, die Werkzeuge verwenden, Aufgaben in mehrere Schritte zerlegen und Zwischenergebnisse eigenständig weiterverarbeiten können. Dadurch verschiebt sich die Rolle des Menschen zunehmend von der einzelnen Bedienhandlung zur Gestaltung eines Arbeitsprozesses. Genau an dieser Stelle gewinnt Agentic Human-AI Delegation an Bedeutung. Organisationen müssen entscheiden, welche Aufgaben an KI-Systeme delegiert werden können, welche Kontrollpunkte erforderlich sind und wann ein Prozess wieder an einen Menschen übergeben werden muss. Ein guter Handoff benötigt dabei mehr als eine technische Übergabe. Der Mensch muss verstehen, was das System bereits getan hat, auf welcher Informationsgrundlage es gearbeitet hat, welche Unsicherheiten bestehen und welche Entscheidung nun übernommen werden soll.
Damit entwickelt sich AI Literacy weiter. Neben dem Verständnis der Technologie wird die Fähigkeit relevant, Aufgaben zu strukturieren, Kontext bereitzustellen, agentische Abläufe zu gestalten und Verantwortung sinnvoll zwischen Mensch und KI zu verteilen. AI Literacy macht diese Entwicklung praktisch erfahrbar und übersetzt sie in Arbeitsweisen, die sich auf konkrete Prozesse innerhalb einer Organisation übertragen lassen.
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