Workshop zu OSINT Exposure, Datenschutz und Human-AI Trust.


Der halb- oder ganztägie Intensiv-Workshop verbindet Recherche, interaktive Analyse, praktische KI-Erfahrung und gemeinsame Reflexion. Die Teilnehmenden untersuchen, wie digitale Exposure entsteht, wie Informationen in offenen Quellen miteinander verknüpft werden können und welche neuen Formen der Informationspreisgabe durch Chatbots entstehen.
Das Format wird vor Ort durchgeführt und eignet sich für Gruppen von bis zu ca. 30 Teilnehmenden.
Szenarien und Schwerpunktsetzung können an Rollen, Arbeitsprozesse und Sicherheitsanforderungen der jeweiligen Organisation angepasst werden.
Der Workshop vermittelt und trainiert:
Zu Beginn untersuchen wir, wie sich die Bedingungen digitaler Informationsgewinnung durch offene Datenquellen und generative KI verändern.
Die Teilnehmenden erhalten eine Einführung in OSINT, digitale Footprints und Information Exposure und betrachten, welche Informationen Personen und Organisationen selbst veröffentlichen, welche indirekt entstehen und wie unterschiedliche Datenpunkte miteinander in Beziehung gesetzt werden können.
Anschließend erweitern wir diese Perspektive um generative KI. Dabei geht es um die Frage, welche neuen Informationsräume durch Chatbots entstehen und warum Menschen gegenüber dialogorientierten Systemen teilweise ein anderes Offenlegungsverhalten zeigen als gegenüber klassischen digitalen Anwendungen.
Die Teilnehmenden arbeiten in Kleingruppen an mehreren thematisch aufeinander abgestimmten Stationen. Die drei Schwerpunkte des Workshops werden dabei aus unterschiedlichen Perspektiven praktisch erfahrbar.
Anhand eines vorbereiteten Szenarios untersuchen die Teilnehmenden, welche Informationen über eine fiktive Person oder Organisation aus offen zugänglichen Quellen zusammengetragen werden können. Dabei wird sichtbar, wie aus beruflichen Rollen, veröffentlichten Dokumenten, Bildern, Aktivitäten und weiteren digitalen Spuren schrittweise Kontext entsteht.
Die Teilnehmenden analysieren typische Situationen aus KI-gestützten Arbeitsprozessen. Welche Informationen sind für die Aufgabe tatsächlich erforderlich? An welcher Stelle werden interne, personenbezogene oder anderweitig sensible Informationen eingebracht? Die Station macht sichtbar, wie schnell aus einer praktischen Arbeitserleichterung eine unbeabsichtigte Informationspreisgabe entstehen kann.
Die Teilnehmenden erleben, wie unterschiedlich sich die Interaktion mit einem Chatbot anfühlt, wenn dieser persönlich, empathisch und kontinuierlich auf vorherige Aussagen eingeht. Anschließend wird untersucht, wie Anthropomorphisierung und parasoziale Beziehungen mit Chatbots Vertrauen, Selbstoffenbarung und Entscheidungsverhalten beeinflussen können.
Zum Abschluss der Stationsphase werden die Perspektiven zusammengeführt. Die Teilnehmenden bewerten ein Szenario, in dem öffentlich verfügbare Informationen, KI-Nutzung und menschliches Vertrauen miteinander interagieren. Dabei geht es darum, relevante Exposure frühzeitig zu erkennen und geeignete Schutz- und Kommunikationsstrategien zu entwickeln.
Zum Abschluss werden die Erfahrungen aus den Stationen auf den eigenen Arbeitskontext übertragen.
Die Teilnehmenden betrachten dabei, welche Informationen über Personen, Rollen und organisationale Abläufe besonders relevant sein können, welche Daten in KI-gestützten Arbeitsprozessen tatsächlich benötigt werden und an welchen Stellen Vertrauen gegenüber einem System das eigene Verhalten verändert.
Gemeinsam werden daraus konkrete Prinzipien für einen bewussteren Umgang mit öffentlichen Informationen, sensiblen Daten und dialogorientierten KI-Systemen entwickelt.

Ein Name. Eine berufliche Rolle. Ein öffentliches Profil. Ein Foto von einer Veranstaltung. Einige verstreute Informationen.
In der Data Exposure Experience beginnen die Teilnehmenden mit wenigen Datenpunkten und erleben schrittweise, wie daraus ein immer detaillierterer Kontext entsteht. Informationen, die isoliert wenig relevant erscheinen, können durch ihre Verbindung Aussagen über Personen, Rollen, Beziehungen und organisationale Strukturen ermöglichen.
Im zweiten Teil verändert sich die Perspektive: Ein Chatbot tritt als persönlicher Gesprächspartner auf. Die Teilnehmenden erleben, wie schnell ein hilfreicher Dialog dazu führen kann, zusätzlichen Kontext preiszugeben und dem System Eigenschaften wie Verständnis, Verlässlichkeit oder Vertraulichkeit zuzuschreiben.
Die Experience verbindet OSINT Exposure und Human-AI Trust in einem gemeinsamen Szenario und macht sichtbar, dass Informationsrisiken nicht erst bei einem technischen Angriff entstehen.

Organisationen produzieren täglich große Mengen öffentlich oder teilöffentlich zugänglicher Informationen. Mitarbeitende erscheinen auf Websites, beruflichen Netzwerken und Veranstaltungen. Projekte werden vorgestellt, Dokumente veröffentlicht und Verantwortlichkeiten benannt. Jeder einzelne Datenpunkt kann unproblematisch wirken. In der Verbindung mehrerer Quellen entsteht jedoch häufig ein wesentlich detaillierteres Bild.
Genau hier setzt OSINT Exposure an. Offene Quellen können Informationen über Personen, Funktionen, Beziehungen und organisationale Zusammenhänge liefern. Generative KI erleichtert zusätzlich die Verarbeitung größerer Informationsmengen und macht es einfacher, verstreute Daten miteinander in Beziehung zu setzen.
Parallel entsteht mit Chatbots ein neuer Informationsraum innerhalb des Arbeitsalltags. Menschen nutzen KI-Systeme zum Strukturieren von Dokumenten, Formulieren von Texten, Analysieren von Problemen oder Vorbereiten von Entscheidungen. Dabei hängt das Risiko nicht allein von der eingesetzten Technologie ab. Entscheidend ist auch, welchen Kontext Menschen einem System zur Verfügung stellen.
Gleichzeitig verändert die dialogorientierte Gestaltung dieser Systeme die Interaktion. Chatbots antworten persönlich, greifen vorherige Aussagen auf und können sprachlich den Eindruck von Aufmerksamkeit, Verständnis und sozialer Nähe erzeugen. Daraus können Formen von Anthropomorphisierung und parasozialer Beziehung entstehen: Menschen schreiben dem System menschliche Eigenschaften zu, entwickeln Vertrauen und teilen unter Umständen Informationen, die sie in einem anderen digitalen Kontext anders bewerten würden.
Für Organisationen treffen damit drei Entwicklungen aufeinander: Informationen sind über offene Quellen leichter zugänglich, KI-Systeme können Kontext schneller verarbeiten und Menschen interagieren mit diesen Systemen zunehmend selbstverständlich. Data Exposure untersucht dieses Zusammenspiel und macht sichtbar, wo neue Informationsrisiken entstehen. Die Teilnehmenden lernen, ihre eigene digitale Exposure realistischer einzuschätzen, sensible Informationen im Umgang mit KI bewusster zu behandeln und Vertrauen gegenüber dialogorientierten Systemen kritisch zu reflektieren.
Inklusive

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